Der doppelte Nexus: Schutz von Land, Leuten und Lebensgrundlagen als neues Narrativ für Umweltschutz und gesellschaftliche Stabilität

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Deutschland steht vor der Herausforderung, die Ziele des Umwelt- und Klimaschutzes mit anderen zentralen Dimensionen der Zukunftspolitik zu vereinen: Wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit, soziale Teilhabe, Sicherheit und internationale Kooperation und die Qualität der Demokratie sind allesamt zentral für die Stabilität unserer Gesellschaft in ihrer freiheitlich demokratischen Ordnung. Wirtschaftliche Prosperität (bzw. zumindest die realistische Aussicht darauf) sowie (geo-) politische Stabilität ermöglichen auch den Erhalt des fragil gewordenen Friedens. Dabei ist der Schutz von Klima, Biodiversität und Ressourcen nicht ein separater „Umweltaspekt“, sondern die Voraussetzung für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Abbildung 1 stellt diesen „doppelten Nexus“ als vereinfachtes Modell der Polykrisen dar, die z.B. in der „Globalen-Risiko-Landschaft“ des Weltwirtschaftsforums umfassender beschrieben sind.[i] Den Modelle gemein sind die ausgeprägten Interdependenzen der Kernthemen des Umwelt- und Klimaschutzes mit den wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Zielen.

Abbildung 1: Doppelter Nexus – Lebensgrundlagen und gesellschaftlicher Stabilität

Das aus der Entwicklungszusammenarbeit stammende Konzept des „Wasser- Energie-Ernährungssicherheits-Nexus“[ii] betont die Interdependenz der fundamentalen Lebens-grundlagen. Analog ist deren Gefährdung durch die dreifache Krise – Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung incl. Ressourcenverschwendung, miteinander verbunden. Dennoch werden sie in der internationalen oder nationalen (Umwelt-) Politik oft separat behandelt. Entscheidungsprozesse laufen parallel auf hochkomplexen UN Veranstaltungen, unterschiedliche Ministerien arbeiten in Zuständigkeits-Silos, Unternehmen und Investoren wirtschaften auf oftmals engen Fokusmärkten und Informationsaustausch geschieht in „Bubbles.“ Es scheint eine Tendenz zum Partikularismus zu geben, wohl auch als menschliche Reaktion auf zunehmende Komplexität und Unsicherheit.

Dieses Vorgehen ist weder effizient noch effektiv. Wir können es uns angesichts des rasant fortschreitenden Klimawandels und der bereits stattfindenden Destabilisierung unserer geophysischen und gesellschaftlichen Systeme nicht länger leisten, Interdependenzen zu ignorieren und die Korrektur dysfunktionaler ökonomischer Anreizsysteme zu verschleppen.[iii]

Eine strategische Neuausrichtung ist dringend notwendig. Zielkonflikte müssen minimiert und Synergien in der Umsetzung von Lösungen müssen genützt werden, um Geschwindigkeit aufzunehmen. Wir schützen keine „Um-welt“ aus romantisierenden oder altruistischen Motiven, sondern wir versuchen, die gesellschaftliche Implosion abzuwenden. Und nein, wir tun es nicht primär für Kinder oder Enkel, wir tun es für uns selbst: Es geht um Veränderung in 2025 – 2030, nicht um Szenarien für 2050 -2100. Die Zeit für Veränderung ist jetzt. Jedes Langfrist-Szenario für 2050+ lenkt nur davon ab.

Zwei zentrale Ansätze sind entscheidend: (1) die Integration von Lösungsansätzen für wichtige Wertschöpfungsnetzwerke unter der Nebenbedingung von Klimaanpassung und Resilienz und (2) die prominente Verankerung des Themas und die Stärkung von Kollaboration auf politischer und unternehmerischer Ebene zur beschleunigten Umsetzung dieser Lösungsansätze.

1. Integrierte Lösungsansätze unter der Nebenbedingung der Klimaanpassung

Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst spürbar: Extremwetterereignisse gefährden nicht nur die Leben der unmittelbar Betroffenen, sondern auch zahlreiche Wertschöpfungsketten und die physische Infrastruktur. Die verbundenen Krisen des Biodiversitätsverlusts und der Verschmutzung bzw. der Verschwendung wichtiger natürlicher Ressourcen tragen ebenfalls zu massiven volkswirtschaftlichen Kosten bei. Eine resiliente Volkswirtschaft ist nicht nur eine Frage von Gesundheit oder Naturschutz, sondern wesentlich eine von wirtschaftlicher Planbarkeit und der Profitabilität von Investitionen in Zeiten wachsender Dynamik, in denen das planetare System an seine Grenzen gerät.[iv]

Abbildung 2: Exemplarische Lösungen für ausgewählte Wertschöpfungsnetzwerke

Die verbesserte Resilienz von Liefer- und Wertschöpfungsketten mittels integrierter Lösungsansätze drückt sich auch in der Begriffserweiterung zum Wertschöpfungsnetzwerk[v]aus: Ein Netzwerk verfügt über Reserven, die eine Kette nicht hat.

Folgende Beispiele für integrierte Lösungsansätze in solchen Netzwerken und für wichtige Querschnittsthemen zeigen, dass ökonomische Rationalität Resilienz ermöglicht. Hier werden drei der in Abbildung 2 dargestellten Wertschöpfungsnetzwerke, sowie zwei Querschnitts-themen aus dem Kompetenzbereich des Autors exemplarisch andiskutiert.

  • Landwirtschaftliche Nahrungsmittelproduktion steht unter massivem Druck durch Dürren und Überflutungen, Biodiversitätsverlust und nitratverseuchtem Wasser. Hinzu kommen teilweise prekäre Arbeitsbedingungen und eine tatsächliche oder gefühlte Perspektivlosigkeit im ländlichen Raum. Große Nahrungsmittelproduzenten sowie Supermarktketten haben dies teilweise erkannt und versuchen aktiv, Partnerschaften mit lokalen Produzenten aufzubauen. [vi] Sie fördern teilweise die Umstellung der Produktionsmethoden z.B. auf regenerative Landwirtschaft, welche eine höhere Klimaresilienz und verbesserte Profitabilität versprechen.[vii] Partnerschaften zur Risikoreduktion in der Lieferkette erlauben es so, die Produzenten bei der Umstellung zu unterstützen. Kombiniert ein Landwirt die Umstellung auf regenerative Landwirtschaft mit dem Einsatz von Agri-Photovoltaik sind deutliche Verbesserungen der Wirtschaftlichkeit des Hofes machbar.[viii] Davon profitieren auch ländliche Gemeinden, deren Funktionieren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt von hoher Bedeutung ist.
  • Dürren und Waldbrände führten in den letzten Jahren zu massiven Einbußen in der Forst- und Holzwirtschaft und zu einer negativen Klimabilanz.[ix] Zugleich stellen sie eine Gefahr für das Leben und den Lebensunterhalt, z.B. in touristischen Gemeinden dar, die vom Freizeitwert des Waldes leben. Der notwendige Waldumbau zu Mischwäldern mit besserer Biodiversität und geringerem Waldbrandrisiko kommt aber nur schleppend voran, wenn er allein aus den erst langfristig anfallenden Erlösen aus Holzverkauf finanziert werden muss. Ein integrierter Ansatz, z.B. über den Bau eines Windparks im Wald kann hier signifikante Erlöse beisteuern. Der Waldumbau hat zudem positive Auswirkungen auf die Wasserhaltung bei Starkregenereignissen, was Siedlungen vor Überflutungen schützt, und erhöht die Wirksamkeit des Waldes als „grüne Lunge“ für die Luftreinhaltung sowie als Kohlenstoffsenke im Aufwuchs und im Waldboden. Eine integrierte Sichtweise und Vergütung für einige oder alle Vorteile des Waldumbaus könnte also finanzielle Mittel für Investitionen in die Beschleunigung des Waldumbaus freisetzen.
  • Die periodisch notwendige Modernisierung bzw. die gezielte Verstärkung zum besseren Schutz vor Extremwetterereignissen von Energie-, und Verkehrsinfrastruktur kann integriert mit Biodiversitäts- und Klimaschutzmaßnahmen geplant und durchgeführt werden. Die „Powerplant“-Studien des europäischen Branchenverbandes Eurelectric zeigen Wirkweise und zahlreiche Fallbeispiele auf. Diese reichen von Pflanzung und extensiver Bewirtschaftung von Wildblumenwiesen unter Umspannwerken bis zur Nutzung rückgebauter Trafostationen als Habitat für bedrohte Tierarten.[x] Regulierungsinnovationen wie beispielsweise die „net-positive“ Regulierung für Bio-diversität in Großbritannien, können als sinnvolle Weiterentwicklung des „Individuen-Schutzes“ einzelner Tier- und Pflanzenarten zur dringend notwendigen Beschleunigung von Genehmigungsverfahren bei zugleich verbesserten Biodiversitäts-Ergebnissen und erhöhter lokaler Akzeptanz führen.

Die Kreislaufwirtschaft in der industriellen Produktion[xi], die klimaresiliente Umgestaltung urbaner Räume,[xii]deren Bausubstanz und Wasser Ver- und Entsorgung, sowie das Gesundheitswesen inkl. der institutionellen und heimischen Pflege, sind weitere Wertschöpfungen, die massiv von Umweltveränderungen betroffen sind. Auch hier können systemische Ansätze erhebliche Lösungsbeiträge leisten, die direkt positiv auf Wirtschaftlichkeit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt wirken.

Wertschöpfungs-übergreifende Querschnittsthemen schaffen wichtige Grundlagen für die erfolgreiche Umsetzung der Lösungsansätze. Zwei Beispiele zur Illustration:

  • Datenqualität & Transparenz: Ein hohes Maß and Transparenz erlaubt es Unternehmen und der öffentlichen Hand, die Wirksamkeit von Maßnahmen einzuschätzen sowie die Prognosequalität hinsichtlich Risiken und Chancen zu verbessern. Damit ist Datenverfügbarkeit kein Selbstzweck, sondern eine elementare Voraussetzung für effizienten Mitteleinsatz. Der Kritik an überbordendenden Berichtspflichten muss durch Beispiele für die zielgerichtete Verwendung und durch effiziente Methoden der Erhebung begegnet werden. Daten müssen voll verstanden und aktiv verwendet werden, um zu Verbesserungen im Kerngeschäft beizutragen. Nachhaltigkeits-Berichte mit hunderten Seiten Datenanhang trotz fraglicher Datenqualität aufgrund mangelnder Verzahnung mit den produktiven Systemen der erhebenden Unternehmen sind eine Fehlentwicklung, die von den Unternehmen und Prüfern angegangen werden muss. 
  • Risikoquantifikation, Finanzierung & Versicherung: Mit Zuspitzung der Krisen und der wirtschaftlichen Unsicherheit, wird die Bedeutung des Risikomanagements als wichtige Grundlage für die Steuerung des Unternehmens und der Finanzierung und Versicherbarkeit von Investitionen weiter steigen. Gerade bei der Einschätzung von Umweltauswirkungen auf den Geschäftserfolg sind die heutigen Methoden, z.B. der für die Erfüllung von Berichtspflichten notwendigen „doppelten Materialitäts-Analyse“ zwar als erster Schritt sinnvoll, werden aber in der unternehmerischen Praxis nur ungenügend beachtet. Versicherer wissen dies und vertrauen meist nicht auf Risiko-Mitigation durch Unternehmen, sondern erhöhen massiv die Prämien bzw. verweigern den weiteren Versicherungsschutz zur Absicherung der eigenen Risikopositionen. Für viele Unternehmen sind die Auswirkungen der Klimakrise zuerst durch die Kostensteigerung bei der Versicherung bzw. Problemen bei der Versicherbarkeit spürbar. Und auch Privathaushalte sind betroffen: Hochwasser- oder Waldbrand -Versicherungen wird es in vielen Regionen nicht mehr geben. Wenn der Steuerzahler im Katastrophenfall dann einspringt, werden die Kosten des Klimawandels sozialisiert, während die Verursacher, z.B. in der Mineralölindustrie, Rekordgewinne einfahren und deren Besteuerung erfolgreich verhindern.[xiii].

2. Prominente Verankerung und Kollaboration als Antwort auf die Komplexität der Herausforderungen

Kein Unternehmen, kein Sektor und keine Ebene der Regierung kann die Herausforderungen der dreifachen Umweltkrise allein bewältigen. Notwendig ist als erstes eine der Dringlichkeit entsprechende prominente Verankerung der Führungsverantwortung und ein umfassender kollaborativer Ansatz, der betroffene Akteure, Geschäftsfelder oder Ressorts einbindet.

Auf politischer Ebene wurden in der im Dezember 2024 verabschiedeten Deutschen Klimaanpassungsstrategie (DAS), folgerichtig Ziele für die Anpassung an den Klimawandel ressortübergreifend definiert und so die Grundlage für ein kollaboratives Vorgehen gelegt.[xiv] Ein breit angelegter Katalog von Zielen und Maßnahmen verdeutlicht die Interdependenz und Breite des Themas. Zugleich zeigen die in der DAS formulierten Ziele und Maßnahmen aber auch, dass wir in vielen Bereichen – und insbesondere im „Cluster Wirtschaft“ – ganz am Anfang stehen. Prüfaufträge und Normensetzung stehen im Vordergrund, wichtige Sektoren wie der Energiesektor wurden aufgrund von Ressourcenmangel im Ministerium nicht inkludiert.[xv] Die Verabschiedung und Veröffentlichung der Strategie ging im politischen Tumult um den Jahreswechsel 2024/ 2025 schlicht unter. So bleibt sehr viel zu tun, um den guten Ansätzen in der DAS in der nächsten Legislatur zur Wirksamkeit zu verhelfen.

Ein neues politisches Narrativ vom Schutz von Land, Leuten, und Lebensgrundlagen unterstreicht die volle politische und wirtschaftliche Dimension der dreifachen Umweltkrise für Menschen und die Wertschöpfung in Deutschland. Es kann zum Leitmotiv einer integrierten und kraftvollen Herangehensweise werden. Zudem muss „Resilienz“ Chefsache werden. Eine Ressortabstimmung unter Federführung des Umweltministeriums wie bei der DAS ist ein Startpunkt – ist aber letztlich zu schwach, um dem Thema gerecht zu werden.

Ähnlich verhält es sich auf Ebene der Unternehmen: Die Themen Klima, Biodiversität und Umweltverschmutzung/ Ressourcenverbrauch sind – trotz teilweise jahrzehntelanger Befassung – häufig noch nicht in ausreichendem Maße integraler Bestandteil unternehmerischer Prozesse und Entscheidungen. Die Datenqualität nicht-finanzieller Indikatoren ist oft noch unzureichend. Silodenken zwischen Geschäftsfeldern und Fachabteilungen sowie die kurzfristige Ausrichtung an finanziellen Kennzahlen bestimmen den unternehmerischen Alltag. Und das obwohl mit dem rechtzeitigen Erkennen der Auswirkungen der Umweltkrisen auf die Lieferketten und die Wertschöpfung des eigenen Unternehmens sowohl Risiken gebannt als auch Chancen wahrgenommen werden können. Man denke an ein Agrarhandelsunternehmen, welches die Ernteausfälle durch Dürre oder Starkregen in Lieferländern frühzeitig hochrechnet, und rechtzeitig alternative Verträge schließt. Oder das Transportunternehmen, welches seinen Kunden Alternativen für die mangelnde Schiffbarkeit bestimmter Flüsse anbieten kann.

Statt unmittelbar an der Wertschöpfung mitzuarbeiten, haben sich viele Nachhaltigkeitsabteilungen zu „Reporting-Maschinen“ entwickelt, die nur ungenügende Kapazitäten für die tatsächliche Verzahnung und Umsetzung von Erkenntnissen und Maßnahmen der Nachhaltigkeit mit dem Kerngeschäft der Unternehmen haben. Das derzeit modisch gewordene „Bashing“ von Environmental, Social, Governance (ESG) Indikatoren und Berichtswesen, sowie der Verbesserung der Lieferketten-Transparenz demotiviert engagierte Mitarbeiter-/innen und lenkt von der notwendigen Verbesserung und Integration dieser Ansätze im Kerngeschäft ab.

Entscheidend für die unternehmerische Integration ist auch hier die prominente Verankerung sowie die Überwindung des Silodenkens. Unternehmen in besonders exponierten Wertschöpfungsketten wie der Nahrungsmittelindustrie, der der Energie- und Wasserversorgung, der Immobilienwirtschaft sowie dem produzierenden Gewerbe mit globalen Lieferketten sollten über die Verankerung der Position eines „Chief Resilience/ Chief Adaptation Officers“ nachdenken. In deren oder dessen Verantwortung wäre dann die Abteilungs- / Geschäftsfeld-übergreifende Zusammenarbeit zur Stabilisierung & Steigerung der unternehmerischen Wertschöpfung durch resiliente Produktion. Die Schaffung solider Datengrundlagen bis hin zur expliziten Berücksichtigung des Faktors Natur in der Erfolgsrechnung[xvi] und eine jederzeit aktuelle Risiko-/Chancenanalysen minimieren dann die Kosten bzw. realisieren die bislang übersehenen Gewinnchancen durch Resilienz und Integration in die unternehmerischen Entscheidungen.

Fazit: Eine Resilienzstrategie für die Zukunft

Die Integration von Umwelt- und Klimaschutz zur Zukunftssicherung Deutschlands erfordert ein neues Narrativ: Den Schutz von Land, Leuten und Lebensgrundlagen. Dieses Narrativ bietet die Chance, in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft einen für demokratischen Zusammenhalt notwendigen gemeinsamen Nenner für die Bewältigung der drei Umweltkrisen zu finden und zugleich die Dringlichkeit des Handelns zu vermitteln.

Angesichts der Herausforderungen eines hybriden Krieges und der Bedrohung durch Fake News geht es nicht nur um Strategien zur „Anpassung“ an den Klimawandel, sondern um die Erhöhung der Resilienz der Wertschöpfungsnetzwerke, für die es dringend eine starke Verankerung als Priorität sowie eine neue Qualität in der Zusammenarbeit von politischen, unternehmerischen und gesellschaftlichen Akteuren braucht.

Nur mit einem strategischen und systemischen Verständnis von Resilienz kann Deutschland als Wirtschaftsstandort und Kernland sich selbst und Europa stabilisieren und im internationalen Handelsgefüge führend bleiben. Die Stabilisierung der Qualität unserer Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit bei wieder erstarkender sozialer Teilhabe sichert den gesellschaftlichen Zusammenhalt, auf dessen Basis Deutschland auch seinen Beitrag zur Friedenssicherung in der Welt leisten kann.

Hierfür haben wir keine Zeit zu verlieren. Es besteht akuter Handlungsbedarf. Die Zeit zu handeln ist jetzt.

 

Jochen Hauff

Senior Brandt Fellow der Willy Brandt School for Public Policy an der Universität Erfurt, Advisory Board Member & Coordinator der Adapt Your World 2025 Konferenz, langjähriger Vizepräsident von SolarPo- wer Europe, Stratege im Bereich Erneuerbare Energie und Resilienz

 

Der Autor dankt Dr. Mara Kuhl und Prof. Dr. Achim Kemmerling für die Durchsicht und wertvolle Hinweise zum Manuskript dieses Beitrags.

 

[i] World Economic Forum (2025): The Global Risks Report 2025, https://reports.weforum.org/docs/WEF_Global_Risks_Report_2025.pdf

[ii] https://www.water-energy-food.org/

[iii] Levke Caesar Sakschewski et. Al (2024): Planetary Health Check Report 2024. Potsdam Institute for Climate Impact Research, Potsdam, Germany. https://www.planetaryhealthcheck.org/

[iv] United Nations Environment Programme, & International Science Council (2024). Navigating New Horizons: A global foresight report on planetary health and human wellbeing. https://wedocs.unep.org/20.500.11822/45890.

[v] siehe z.B.: „Wertschöpfungsnetzwerke statt Kette: Rohstoffe effizienter nutzen“ Blogeintrag https://www.mittelstand-digital-wertnetzwerke.de/blog/wertschoepfungsnetzwerke-statt-kette-rohstoffe-effizienter-nutzen/

[vi] https://mediacenter.rewe.de/pressemitteilungen/gruene-woche-rewe-group-stellt-foerderprogramm-klimaschutz-vor

[vii] Torsten Kurth, Benjamin Subei, Paul Plötner, Felicitas Bünger, Max Havermeier, Simon Krämer, BCG & Nabu (2023): The Case for Regenerative Agriculture in Germany— and Beyond. https://www.bcg.com/publications/2023/regenerative-agriculture-benefits-germany-beyond

[viii] Torsten Kurth, Benjamin Subei, Paul Plötner, Max Havermeier, Jochen Hauff, Stephan Schindele, Alice Lefort, Bram Wasser, Erion Bousi, Maximilian Tegtmeyer, BCG and BayWa r.e. AG (2024): How Agri-PV Can Boost the Transition to Regenerative Agriculture in Europe.

[ix] Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (Hrsg.) (2024): Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2023.

[x] Eurelectric (Hrsg.) (2024): Powerplant 2.0 – a guidebook to electrify in harmony with nature. https://powerplant.eurelectric.org/

[xi] Umweltbundesamt (Hrsg.) (2020): Leitsätze einer Kreislaufwirtschaft.

[xii] Stephan Rammler (2024): Klimabauhaus Berlin Die adaptive Stadt: Berlin als Reallabor der Klimaanpassung

Herausgegeben für die Friedrich-Ebert-Stiftung von Nora Langenbacher.

[xiii] NRDC (2024): Big Oil Made Billions Amid the Hottest Year on Record, https://www.nrdc.org/bio/zanagee-artis/big-oil-made-billions-amidst-hottest-year-record

[xiv] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (2024a): Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2024, https://www.bmuv.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaanpassung/das_2024_strategie_bf.pdf

[xv] Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (2024b): Anhang 1 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2024, https://www.bmuv.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaanpassung/das_2024_anhang_1_bf.pdf

[xvi] Siehe zum Beispiel das Angebot der Landbanking Group: https://www.thelandbankinggroup.com/